Die Wehr während der Zeit des Wiederaufbaus

Aufrufe an junge Männer sich der Wehr anzuschließen

Es war der hochverdiente damalige Ehrenkommandant Wenzel Kastl, der im Auftrag der amerikanischen Militärregierung schon im Jahre 1946 wieder eine Feuerwehr auf die Beine stellte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Wehr ein Löschgruppenfahrzeug „Magirus“ LF 15, Baujahr 1942, bekam. Obwohl dieses nicht mehr das Neueste war, leistete es bis zum Jahr 1962 seinen Dienst.

Natürlich war es schwer, in den Nachkriegsjahren auf Anhieb eine leistungsfähige und auch zahlenmäßig ausreichende Feuerwehrmannschaft zu bilden. Es bedurfte nicht nur großer Anstrengung des Kommandanten, auch die Stadtverwaltung schaltete sich bereitwillig ein. Sie erließ im März 1949 einen Aufruf an alle jüngeren Männer von Tirschenreuth, sich im Interesse der Feuersicherheit der Stadt zur Freiwilligen Feuerwehr zu melden.

Gruppenfoto auf dem Marktplatz nach einer gemeinsamen Übung mit dem Bayrischen Roten Kreuz

Selbstverständlich ging der Wiederaufbau der Wehr nicht so reibungslos und spontan vonstatten, wie man sich das gewünscht hätte. Es war ein Problem, jungen Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen, zumal sich der damals geltende „Ohne-mich-Standpunkt“ vielfach durchgesetzt hatte und viele davon abhielt, der Wehr beizutreten.

Doch dem schon erwähnten Bemühen des Kommandanten Kastl ist es dennoch gelungen, eine aktive Mannschaft von rund 60 Mann zu bilden. Dieser Stand hat sich bis heute kaum verändert. Damit ist nicht gesagt, dass die Wehr nun nicht mehr so leistungsfähig wäre, wie in der früheren Zeit mit ihrem höheren Aktivenstand. Es darf nicht vergessen werden, dass die Technik, die nach dem Krieg immer mehr in den Dienst der Feuerwehr trat, die Zahl der Männer in etwa ausgleicht, ja den Erfolg bei der Brandbekämpfung sogar noch wesentlich erhöht hat.

Neben Kommandant Kastl verdienen auch der langjährige Vorstand des Vereins, 1. Bürgermeister Karl Ruffing und die Vorstands-Stellvertreter Heinrich Berr (von 1949 bis 1953) und Michael Ockl (ab 1953) besondere Erwähnung. Diese Männer haben die Wehr in den Jahren des Aufbaues nach dem zweiten Weltkrieg zielstrebig geführt, ihr jegliche Unterstützung angedeihen lassen und sie zu der Institution gemacht, die sie heute darstellt. Der damalige Vorstand, 1. Bürgermeister Erich Oberndorfer, hat ab 1965 nicht nur die von diesen Männern wiederbegonnene Arbeit fortgeführt, sondern auch die seit der Jahrhundertwende bestehende Tradition gewahrt, dass der jeweilige 1. Bürgermeister der Stadt Tirschenreuth auch zugleich Vereinsvorstand der Freiwilligen Feuerwehr ist.

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen

Notwendige Cookies werden immer geladen